Küstenklima – So werden die Jahreszeiten ausgebremst

Küstenklima – So werden die Jahreszeiten ausgebremst

Küstenklima nennt man das Klima, was in Küstenregionen vorkommt. Ein wichtiges Merkmal davon ist, dass es weniger Temperaturschwankungen unterliegt als Kontinentalklima. Das gilt sowohl für das tägliche Wetter als auch für die Jahreszeiten. Tagsüber wird es nicht so warm und nachts nicht so kalt. Im Sommer wird es nicht so heiß und im Winter nicht so eisig.

Dies hängt mit einer besonderen Eigenschaft von zusammen: Wasser verändert seine Temperatur langsamer als fester Erdboden. Deshalb wirkt es im Sommer wie ein Kühlspeicher und im Winter wie eine Wärmflasche.

Meistens ist es an den Küsten auch windiger als in anderen Regionen. Das liegt vor allem daran, dass auf dem Wasser meilenweit keine Hindernisse sind, die den Wind abbremsen würden. Häuser, Bäume oder Berge sind natürliche Barrieren für Wind im Landesinneren.

Außerdem bildet sich oft eine besondere Luftbewegung an den Küsten, die Wind erzeugt: Die Land-Seewind-Zirkulation. Diese spielt vor allem dann eine Rolle, wenn ansonsten kaum Wind wehen würde, zum Beispiel bei einer ruhigen Hochdruckwetterlage.

Küstenklima gibt es überall auf der Welt, egal ob am Nordpol oder in den Tropen.

Meeresströmungen spielen beim Küstenklima auch eine Rolle. Eine warme Meeresströmung zum Beispiel hat im Winter einen sehr starken Einfluss. Der Golfstrom bringt Europa milde Winter. Ohne ihn würde es bei uns in etwa so kalt werden wie in Kanada.

Umgekehrt bringen kalte Meeresströmungen kühlere Sommer. In Kalifornien übersteigt die Temperatur an den Küstenstädten kaum 20°, obwohl sie etwa so weit südlich liegen wie Spanien oder Marokko.


Übrigens: Am stärksten wirkt Küstenklima auf Inseln, die auf allen Seiten vom Ozean umschlossen sind. Auf den Hawaiianischen Inseln im Pazifik beträgt die Temperatur im Sommer tagsüber um die 30 Grad und nachts etwa 25. Im Winter ist es im Schnitt nur 5 Grad kälter.

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