Wetter vs. Klima – was ist der Unterschied?

Wetter vs. Klima – was ist der Unterschied?

Wetter nennt man das, was am Himmel und in der Luft um uns herum täglich geschieht. Die Wettervorhersage gilt immer nur kurzfristig, in der Regel um die 3 Tage. Das Wetter ändert sich von Tag zu Tag, manchmal auch von Stunde zu Stunde. Mal schwankt es stärker, mal weniger.

Das Klima ist wie das Wetter, aber eine Nummer größer: Wenn man von Klima spricht, meint man oft einen Zeitraum von 30 Jahren. Um das Klima an einem Ort zu bestimmen, sammelt man tägliche Wetterdaten über lange Zeit an. Aus solchen Temperatur- oder Niederschlagswerten errechnet man den Durchschnitt. In Berlin zum Beispiel gilt eine Durchschnittstemperatur von etwa 10°C.

Klimadaten werden für Vergleiche benutzt

Aus diesen Klimadaten kann man Klimadiagramme erstellen, die einen kurzen Überblick über das Klima an einem Ort verschaffen.
Verschiedene Orte auf der Welt haben verschiedene Klimazonen. Hier in Deutschland herrscht gemäßigtes Klima – nicht zu heiß, nicht zu kalt, nicht zu trocken, nicht zu nass. Am Mittelmeer dagegen ist das Klima subtropisch und deshalb meistens wärmer als bei uns.

Beim Deutschen Wetterdienst (DWD) werden heutzutage drei Klimaperioden benutzt, die als „normal“ für das deutsche Wetter gelten: Die Perioden von 1961-1990, 1971-2000 und von 1981-2010. Die dritte Klimaperiode war um 0,7 Grad wärmer als die erste. Wenn Meteorologen das heutige Wetter also mit dem deutschen Klima vergleichen, fällt das Ergebnis unterschiedlich aus, je nachdem, welchen Zeitraum sie wählen. Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) benutzt für ihre Forschung den Zeitraum von 1961-1990.

Klima verändert sich langsam

Wenn Meteorologen von Klimawandel sprechen, geht es also um eine langfristige Änderung unseres Wetters. Das passiert nicht von heute auf morgen, sondern über Jahrzehnte oder auch Jahrhunderte. In den letzten Jahrzenten wandelt sich das Klima auf der Erde so, dass es immer wärmer wird. Von 1970 bis 2017 ist die Temperatur auf der Erde im Schnitt um 1 Grad gestiegen.

Manch einer behauptet, dass die globale Erwärmung nicht existiert, weil heutzutage neue Kälterekorde aufgestellt werden, oder weil es im Winter mal besonders viel schneit. Solche Behauptungen sind falsch, denn sie beziehen sich auf das Wetter, nicht auf das Klima. Schwankungen beim Wetter sind normal und werden immer wieder vorkommen. Ein paar kalte Tage, Wochen oder Monate können aber nicht 10 heiße Jahre ausgleichen.


Übrigens: Zwischen Wetter und Klima gibt es noch ein Mittelmaß: Die Witterung. Diese gilt für mehrere Tage oder auch Wochen.

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