Warum beschlagen Fensterscheiben?

Warum beschlagen Fensterscheiben?

Jeder kennt diese Situation: Man nimmt eine heiße Dusche und schon beschlägt das Fenster. Bei genauerem Hinsehen sieht man, dass das Fenster von feinen Wassertropfen belegt ist.

Aber wieso landet das Wasser genau dort und nicht an der Zimmerdecke oder am Fußboden?

Dahinter steckt ein physikalischer Prozess

Damit ein Fenster beschlägt, muss eine hohe Luftfeuchtigkeit vorhanden sein. Wenn man zum Beispiel eine Dusche nimmt, steigt die Luftfeuchtigkeit im Badezimmer stark, weil ein Teil des Wassers verdunstet. Dieses Wasser landet in Form von Wasserdampf in der Luft. Dieses verdunstete Wasser kann umgekehrt wieder kondensieren, wenn es an eine kalte Oberfläche gerät. Meistens ist das Fenster die kälteste Oberfläche im Raum.

Wasser kondensiert an dieser kalten Oberfläche aus physikalischen Gründen. Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit speichern als kalte. Wenn also die warme, feuchte Luft im Badezimmer auf das kalte Fenster stößt, kühlt sie sich ab. Die Abkühlung betrifft nur die Luftschicht, die direkt mit dem Fenster in Berührung kommt. Da die Luft dort kälter ist, kann sie plötzlich nicht mehr so viel Feuchtigkeit halten und deshalb schüttelt sie etwas davon ab. Dieses Überschüssige Wasser landet schließlich am Fenster.

Kann ich daran etwas ändern?

Wenn man vermeiden möchte, dass Fenster beschlagen, dann muss man die Luftfeuchtigkeit im Raum senken. Das kann man zum Beispiel dadurch tun, dass man das Fenster öffnet, und so mehr von der trockeneren Luft von draußen hereinlässt, während man duscht.  

Wenn Fenster besser isoliert sind, dann ist ihre Oberfläche nicht ganz so kalt und dementsprechend kondensiert weniger Wasser daran.


Übrigens: Die Tatsache, dass warme Luft mehr Feuchtigkeit speichern kann als kalte Luft ist eine wichtige Grundregel in der Meteorologie, die für alle Formen von Niederschlag wichtig ist.

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